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2 Comments

  1. Timo Leukefeld
    17. Februar 2016 @ 14:32

    Die Rahmenbedingungen sind richtig erwähnt: niedrige Ausgaben für Energiekosten und gute Fördermittel. Dennoch fehlt den Investoren die Begeisterung, diese ist abhanden gekommen. Die Fördermittel können noch so hoch sein, wenn die Menschen das Gefühl haben, dass die Energiepreise niedrig sind, verdrängen sie den Vorsorgegedanken. Woher soll da die Begeisterung kommen? Die Preise für Sprit sinken und sinken, die Betriebskostenabrechnung bringt Rückerstattungen und der Strompreis steigt nicht mehr. Was wir brauchen, sind keine Gewissensappelle, sondern neue Geschäftsmodelle, die es ermöglichen, dass alle etwas davon haben: Banken, Energieversorger, Vermieter und Mieter.
    Zum Beispiel mit Gebäuden, die fast keine Energiekosten haben, sogenannte Grenzkosten-nahe-null-Gebäude, wo der Vermieter dem Mieter eine Pauschalmiete für 10 Jahre geben kann, in der Wohnen, Wärme, Strom und E-Mobilität enthalten sind. Ein Elektroauto ist dann schon im Gebäudeinvest drin und darf via Internetkalender von den Mietern ohne Aufpreis genutzt werden. Teilen statt besitzen.
    Die Langzeitspeicher für Sonnenwärme und Sonnenstrom werden zu gewissen Zeiten extern durch den Energieversorger genutzt, um Netzschwankungen auszugleichen, zum Geld verdienen und zum Nutzen für die Allgemeinheit. Das solare Energieautarkie-Paket liefert und betreibt der Energieversorger als Dienstleister, die Bank besorgt die Investoren, die für 10 Jahre eine feste Rendite bekommen – noch dazu mit ethischem Hintergrund. Damit wäre dann auch das Nutzer-Investor Dilemma gelöst.
    So entsteht Begeisterung durch neue Geschäftsmodelle, übrigens ohne staatliche Subventionen!

    Antworten

  2. Jörg Linnig
    20. Februar 2016 @ 11:10

    Hallo Herr Prof. Leukefeld,
    ich danke Ihnen für Ihren Kommentar und kann Ihnen nur zustimmen. Wir müssen weg von dem Gedanken, dass das Thema Energie effizient zu nutzen etwas mit Einschränkung zu tun hat. Selbstverständlich ist es sinnvoll zunächst den Bedarf zu senken und dann diesen möglichst nachhaltig und regenerativ zu decken. Die intelligente Vernetzung trägt zu einer noch besseren Ausnutzung bei.
    Wir sollten daher die ein oder andere Schere aus unserem Kopf entfernen und den Mut haben neue Wege zu gehen, wo wir heute wissen, dass die Wege, die wir zur Zeit gehen nicht dorthin führen, wo wir hin wollen.
    Wir sollten wenn überhaupt nicht von Energiekrisen sondern von Intelligenzkrisen sprechen.

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